Erstkommunionfeiern in Sulgen, dann Hardt, schließlich Mariazell

"Jesus, Du gehst mit!" lautete das Thema der Vorbereitung und des Festgottesdienstes zur Erstkommunion, das durch Gemeindereferentin Gaby Reuter-Mink geleitet wurde.

Erstkommunion in Mariazell 2024
Erstkommunion in Mariazell 2024

In Sulgen wurden 25 Kinder, in Hardt 18 Kinder und zuletzt in Mariazell 10 Kinder durch den jeweiligen Musikverein in die Kirche begleitet.

Die biblische Erzählung der Emmausgeschichte bildete den Rahmen, um die Kinder die Wegbegleitung durch Jesus zu veranschaulichen.  Auch wenn wir Jesus im Alltag nicht sehen können, so ist er doch bei uns. Im Zeichen von Brot und Wein möchte er uns in jeder Eucharistiefeier stärken und uns Mut und Hoffnung für den weiteren Lebensweg schenken.

Nach dem Festgottesdienst spielte jeweils noch der Musikverein, während die Kinder ihr Gruppenfoto machten.

Pfarrer Eisele sagte in seiner Ansprache:

Liebe Kinder und Familien, liebe Fest--Gemeinde! 

Im Evangelium heute nochmals eine österliche Weggeschichte zweier Jünger passend zu eurem Motto: Jesus, du gehst mit. Es ist eine Erzählung, die wir so im Leben ebenso erfahren. Ein lieber Mensch stirbt oder er zieht weg oder verlässt einen, weil die  Beziehung zerbricht usf. 

Dann sind wir traurig über den Verlust, dann ist es gut einen lieben Menschen auf dem Lebensweg bei uns zu haben, der bei uns ist, der uns tröstet und wieder aufrichtet.

Dann ist es gut, wenn wir durch den Glauben an Gott und an Jesus spüren: Jesus ist jetzt bei uns, wir sind seine Kinder, er verlässt uns nicht. 

Diese Erfahrung wollten wir euch Erstkommunionkindern in der Vorbereitung nahe bringen. Es gab dazu Erstkommuniongruppen, es gab eure Gemeinschaft als Kinder insgesamt zusammen mit euren Eltern. %, mit Gemeindereferentin Gaby Reuter-Mink und mit mir als Pfarrer. 
 
Es gibt in der Bibel im Buch der Psalmen auch einen schönen Wegpsalm. Die 150 Psalmen sind sehr alte Gebete in dichterischer Form.
 
Einer der bekanntesten Psalmen ist der Psalm 23 vom guten Hirten. Gott wird da als guter Hirte bezeichnet, wie es dann Jesus ebenso von sich selbst getan hat. Der Lebensweg erscheint in Ps 23 als Wanderweg, wo es heißt:
 

1 Der Herr ist mein Hirte, /
nichts wird mir fehlen.

2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen /
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

3 Er stillt mein Verlangen; /
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.

4 Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, /
ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, /
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Oft lese ich diese Worte bei Trauerfeiern, und die letzten Worte hätte Jesus auch zu den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus sagen können.

Und dann heißt es weiter:
5 Du deckst mir den Tisch / vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, / du füllst mir reichlich den Becher.

6 Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang /  und im Haus des Herrn darf ich wohnen für ewige Zeit.

Ja, liebe Kinder, liebe Festgemeinde, der gute Hirte deckt den Tisch in jeder Feier der Eucharistie mit Brot und Wein.

Jesus wusste ja von seinem bevorstehenden Tod und wollte seine Nähe nochmals auf eine neue Weise seiner Jüngerschar schenken.

Und so hat er beim letzten Mahl mit seinen zwölf Jüngern am Abend vor seinem Tod Brot genommen, es gesegnet und gesagt: "Das ist mein Leib."

Und er hat Wein genommen und gesagt: "Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird."

Jesus hat es den Jüngern zu essen und trinken gegeben und ihnen aufgetragen, dies weiter so zu tun zu seinem Gedächtnis. 

Daraus ist die heutige Feier der Eucharistie mit Brot und Wein entstanden. Jedesmal wenn wir dies tun, deckt uns, wie es im Psalm heißt, Jesus den Tisch.

Und dann ist er wirklich da und schenkt uns geistlich im Brot und Wein sich selbst, sein Leben, seine Liebe, seine Freude, seinen Frieden, den die Welt so nötig hat.

Wir gibt noch weitere Zeichen der Nähe Gottes, die Jesus uns geschenkt hat und die uns begleiten im Leben, insbesondere die Taufe mit Wasser oder die Salbung mit Öl in Taufe und Firmung.

Das schönste und größte Geschenk seiner bleibenden Nähe ist die Eucharistie, wo er sich selbst gibt, in der heiligen Kommunion für euch Kinder.

Anworten wir darauf dankbar: Jesus, sei auf immer mein Glück, mein Friede, meine Freude. Amen.