Fronleichnamsfest in St. Laurentius, Sulgen 2024

Wegen schlechten Wetters konnte die Prozession im Freien leider nicht stattfinden dieses Jahr, aber in Kirche wurden dann alle Evangelien und Texte gelesen und eine Prozession gemacht mit der Monstranz, den Minis und den Erstkommunionkindern.

Blumenteppich Frauenbund 2024
Blumenteppich Frauenbund 2024

Pfarrer Eisele begrüßte mit den Worten:

Liebe Gemeinde! Zum Fronleichnamsfest darf ich alle ganz herzlich begrüßen. Ich grüße die Erstkommunionkinder mit Eltern, 

Ich begrüße für die Musik den Kirchenchor mit dem neuen Dirigenten Nicol Matt, den Organisten Martin Ginte und nachher den Musikverein.

Und ich begrüße unsere Gruppierungen: den Frauenbund, die Kolpingsfamilie und die Ministranten und Jugend und alle, die den Gottesdienst mit Prozession mitgestalten werden, Himmels- und Fahnenträger.

Die Einsetzung des Abendmahles am Gründonnerstag wollen wir heute im nachösterlichen Licht feiern.

Wir stehen nun im Gottesdienst vor dem Herren, wie gehen nachher mit der Monstranz  durch den Ort: "Jesus, du gehst mit", so das Motto dazu wie bei der Erstkommunion. Und wir knien, weil Jesus im eucharistischen Brot gegenwärtig ist. 

Stehen - Gehen - Knien, das macht dieses Fest aus. Stehend vor dem Herrn, rufen wir um sein Erbarmen:

In der Predigt ging Pfarrer Eisele auf die drei Baulelemente des Festes ein und sagte:

Vor allen Dingen sind es drei Bauelemente, die das Besondere dieses Festtages
ausmachen.

Da ist zunächst das, was wir gerade tun, die gemeinsame Versammlung zum Gottesdienst vor dem Herrn. Ich möchte dies bezeichnen als das Stehen vor dem Herrn und so das Stehen beieinander, auch das Sitzen sei da mit eingeschlossen. 

Dann ist da als weiteres das Gehen oder Schreiten mit dem Herrn, das heißt die Prozession, und schließlich als Höhepunkt und Mitte davon: das Knien vor dem Herrn, gemeint ist die Anbetung, die Verherrlichung und die Freude über seine Gegenwart.
Dabei haben wir dieses Jahr sehr passend im Motto der Erstkommunion und im Motto  unserer Prozession ja das Gehen ebenfalls genannt, wo es heißt: Jesus, du gehst mit.

Liebe Festgemeinde! Das gemeinsame Stehen beim Herrn und mit dem Herrn hat als seine innere
Voraussetzung das Gehen zum Herrn hervorgebracht.

Wir können nur beieinander stehen, wenn wir vorher zueinander gehen. Das gilt zunächst ganz konkret, aber ebenso bildlich gesehen. Wir können nur im Herrn versammelt sein, in dem wir unsere Vorurteile und Grenzen überschreiten, vorausgehen, zugehen auf den Herrn und auf den Mitmenschen.

Wir kennen ja die Zerrissenheit, das Gegeneinander, das Misstrauen in der Welt und in der Kirche bis hin zu den vielen Kriegen in der Welt. Processio, procedere, voranschreiten sollen uns wieder herausfordern, zum Herrn zu gehen, uns auf den gemeinsamen Glauben zu besinnen.

Die Prozession hat an Fronleichnam freilich noch eine neue und tiefere Dimension bekommen. Fronleichnamsprozession ist nicht nur ein Gehen zum Herrn, zur eucharistischen Feier, sie ist ein Gehen mit dem Herrn.

Im Wort der Frohbotschaft ist uns die Richtung und das Ziel unserer Wanderschaft im Leben gezeigt. Im eucharistischen Brot ist uns die Gegenwart des Herrn gegeben. Jesus Christus ist der Weg und das Ziel in einem: Jesus, du gehst mit.

Und schließlich, liebe Mitchristen, ist da das Knien vor dem Herrn. Ich meine damit die Anbetung. Weil Jesus selbst in der Euchristie gegenwärtig ist, war immer auch die Anbetung gegeben.

Wenn dies auch erst im Mittelalter äußerlich voll entfaltet wurde, so war es dem Wesen nach von Anfang an gegeben. Wir beugen uns vor dem Herrn, wir beten ihn an, wir verherrlichen ihn.

Christus hat sich aus unendlicher Liebe ganz für uns gebeugt, in der Menschwerdung bis hin zum Tod am Kreuz. In seine
Liebe dürfen wir uns ganz hineinbeugen voll Hoffnung und Zuversicht. Denn dann dürfen wir umgekehrt seine Liebe und Hingabe an uns erfahren in dieser Feier  und allezeit. Amen.

Nach dem Gottesdienst wurde zum Beisammensein im Pfarrsaal eingeladen, wo die Kolpingsfamilie bewirtete.