Sternsingeraktion - Rückkehr an Dreikönig

Am 2. Januar wurde wieder eine große Sternsingerschar mit acht Gruppen von Pfarrer Eisele ausgesendet (s. Foto) bei leider starkem Wind und Regen

Sternsinger 2024
Sternsinger 2024

Seht ihr unsern Stern dort stehen, helles Licht in dunkler Nacht ? - So schallte es dann wieder aus den Kehlen von fast vierzig Sternsingern, die in der Gemeinde St. Laurentius Sulgen drei Tage unterwegs waren. Und am ersten Tag hatten die Ministranten und Ministrantinnen das denkbar schlechteste Wetter seit mindestens fünfzehn Jahren. Starkregen und Sturm ließen abends erschöpfte Kinder und Jugendliche in den Pfarrhof zurückkehren. Bei heißem Tee, Nudelsuppe und Würstchen vom Helferteam waren die Strapazen bald vergessen. Nur am dritten Tag war es dann besser.

Am 6. Januar zogen alle in den Festgottesdienst zu Dreikönig ein. Pfarrer Eisele begrüßte mit den Worten:

Liebe Gemeinde, liebe Familien! Am Fest Erscheinung des Herrn darf ich alle herzlich begrüßen.

Ich grüße natürlich die beeindruckende Sternsingerschar, die wieder in großer Zahl und in farbenfrohen Gewändern eingezogen ist.

Um Segen zu bringen und zu sein, sind sie drei Tage lang zu allen Häusern und Wohnungen gezogen bei starkem Wind und Regen.

Das Motto lautet in diesem Jahr auch: Gemeinsam für unsere Erde - in Amazonien und weltweit.


Das ist ein tolles Engagement, durch das unsere Sternsinger zu leuchtenden Sternen der Barmherzigkeit geworden sind für viele Kinder in Not.

 Sulgen: Und es sind bis jetzt tolle 18500 € zusammengekommen  Das sind 1000 € mehr wie im  letztes Jahr. 
  
Die Sternsingerinnen und Sternsinger haben mit ihren Segenssprüchen den Frieden Christi in die Häuser gebracht. Und diese Segenszusage hören wir nun nochmals. Sie dürfen nochmals Platz nehmen.

Am Ende bedankte er sich mit den Worten: 

Ich danke ganz herzlich euch Sternsingern und mit euch allen Helferinnen und Helfern, namentlich:

Jonas Huber als Hauptorganisator und Christian Eckel,  und den Frauen 
Ulrike Pfaff, Regina Preisig, Cordula Klausmann, Katrin Müller, Silke Bopp, Simone Fader und neu: Verena Dold und Christa Günter, beim Zählen Susanne Seckinger, Simeon Kimmich und neu Matthias Pfaff.

Ich sage die Spendensumme nochmals 18500 €. Spenden ans Pfarramt sind jederzeit noch möglich und sehr willkommen (Konto: Kath. Pfarramt Sulgen, DE25 6425 0040 0000 5114 10)

Ich danke herzlich Herrn Ginter an der Orgel und darf nun alle herzlich einladen zum anschließenden Neujahrsempfang im Pfarrhof nach zwei Jahren der Unterbrechung.

Die  Gewählte Vorsitzende Monika Doedt wird uns einen Jahresrückblick und Jahresausblick geben, und es ist Zeit für Begegnung und Neujahrswünsche. Dabei werden auch Regina Preisig und Ulrike Pfaff nach 20 Jahren Mithilfe geeehrt und verabschiedet.

Zur Predigt erzählte Pfarrer unter anderem eine Geschichte von Elke Bader:

Auch in Aschenweiler, einem kleinen fränkischen Dorf, fiebern die Kinder dem Dreikönigstag entgegen. 

Seit Tagen üben der 12-jährige Tobias und seine Sternsingergruppe die Lieder, die Verse, die sie aufsagen, und basteln goldenen Sterne.

Nur einer fühlt sich ausgeschlossen, Jonathan. Er war immer der Star und den Sternsingern gewesen  mit seinem glockenklaren Knabensopran.

Doch nun ist die Katastrophe gekommen, Stimmbruch, viel zu früh für einen Zwölfjährigen, doch nicht ungewöhnlich, wie der von seinen Eltern konsultierte Hals-, Nasen- und Ohrenarzt tröstend bescheinigte.

Hebt Jonathan zu seinem Sternsingerlied an, bricht seine Stimme ein, eine Oktave tiefer oder es kommt nur ein rauher, krächzender Ton.

Aus dem einst begeisteten Sternsinger wurde ein übellauniger frustrierter Junge, der sich in seinem Zimmer verkriecht. "Lasst mich in Ruhe", der Satz schien in letzter Zeit sein Lieblingssatz zu sein. 

"Was ist eigentlich mit Jonathan los", will Herr Keuer wissen, der Leiter der Sternsingergruppe, der seinen besten Sopran vermisst.

Tobias, Jonathans bester Freund, meint nur schulterzuckend: "Der hat Stimmbruch."

"Ja und?", Herr Keuer sieht darin kein Hindernis: "Wo ist da das Problem? Selbst die heiligen drei Könige hatten den mal. So ein Stimmbruch ändert doch nicht die Aufgabe."

Jonathan zieht sein übliches mürrisches Gesicht, als Tobias bei ihm klingelt und ihn bittet, trotz Stimmbruch mitzumachen. Endlich lässt er sich überzeugen und sagt zu.

Schlagartig ist auch die schlechte Laune verflogen, als er sich das schimmernde Gewand überzieht, in dem er so prächtig wirkt, wie eine der drei Könige.

Als sie zu Jahresbeginn (am 6. Januar) von Haus zu Haus laufen, bekommt Jonathan die Aufgabe, den Segen der Sternsinger, die Buchstaben C + M + B und das Jahr an die Häuser zu schreiben, die sie besuchen, das bedeutet:

Christus mansionem bendicat, Christus segne dieses Haus.

Jonathan, Tobias und ihre Sternsinger freuen sich über die ansehliche Summe, die sie an diesem Tag gesammelt haben.

Jonathan strahlt stolz und glücklich über das ganze Gesicht, als er nach Hause kommt.

Er weiß, dass er heute mit seinem leuchtend goldenen Stern und trotz seines Schweigens die Botschaft der Befreiung von Leid und Krieg, der Wunsch nach Frieden und des rücksichtsvollen Miteinanders zusammen mit seinem Freunden in die Welt getragen hat. -- Soweit diese Text von Elke Bader.