Fronleichnam in der Seelsorgeeinheit

Am Fronleichnamstag wurde in Mariazell gefeiert, am Sonntag dann in Hardt und in Sulgen mit kleiner Prozession zur Alten Kirche und zurück (s. Foto).

Fronleichnamsaltar Alte Kirche Sulgen

Dieses Jahr wurde mit zwei Altären das Thema betrachtet:

Das Herz Jesu – Quelle der göttlichen Liebe und der Eucharistie

1. Altar:  Mt 11,25-30: Das gütige und demütige Herz Jesu

Betrachtung zum demütigen und gütigen Herzen

Du liegst mir am Herzen“, so sagen wir, wenn wir jemand sehr mögen oder lieben. Auch unsere Beziehung zu Jesus und seine Beziehung zu uns ist eine Liebebeziehung. Wir liegen im Jesus am Herzen. Er denkt immer an uns und hat unser Wohlergehenim Sinn.

Seine Liebe ist so groß, ja unendlich, dass er sein Leiden und Sterben auf sich genommen hat, um uns das ewige Leben zu schenken. Seine Liebe wartet voller Sehnsucht auf unsere Antwort, auf unsere Gegenliebe. Deshalb sagt er „kommt alle zu mir, ich will euch Ruhe verschaffen“.

Wie bei jeder Liebesbeziehung gibt es auch in unserer Liebesbeziehung Höhen und Tiefen, Sternstunden und Durststrecken. Manchmal fühlen wir uns Jesus ganz nahe, ein anderes Mal wiederum erscheint uns Jesus als der ganz Ferne, der unerreichbare Gott im Himmel. Und trotzdem umfängt er uns mit seiner göttlichen Liebe selbst, wenn wir es nicht immer spüren und erfahren.

2. Altar: Joh 19,31-37: Das Herz Jesu als Quelle der Eucharistie und Taufe

Betrachtung: Das offene Herz Jesu

gibt nur wenige Symbole, die in Kirche und Welt die gleich hohe Bedeutung haben. Eines davon ist das Herz. Wenn zwei Menschen sich lieben, dann verwenden sie das Bild des Herzens.

Noch größer ist die Liebe, die Gott zu uns Menschen hat. Und auch Gott verwendet dazu das Bild seines Herzens, es ist das Herz seines Sohnes Jesus Christus. Dieses Herz ist aber mehr als ein Symbol.

Gott hat seinen Sohn für uns hingegeben am Kreuz. Ein Soldat stieß in seine Seite und aus seinem durchbohrten Herzen flossen Blut und Wasser heraus. So ist Jesu Herz für uns geöffnet, Gott hat ein Herz für uns Menschen, ein Herz seiner unendlichen Liebe.

Diese Liebe ist bleibend gegenwärtig für uns in den Sakramenten. Im Wasser aus der Seite Jesu sieht die Kirche das Sakrament der Taufe entspringen und im Blut das Sakrament der Eucharistie. Dies sind wirkliche Zeichen der bleibenden Nähe und Liebe Gottes, die uns im Herzen Jesu begegnen. Das wollen wir dankbar feiern und erwidern.